Warum Märchen so wichtig sind....

Als man Einstein fragte, wie kleine Genies hervorgebracht werden könnten, so antwortete er: " Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor".

Was haben Urvertrauen, Selbstvertrauen, Zuversicht und Mut bei Kindern mit Märchen zu tun? In den Märchen gewinnt das Gute über das Böse. Die guten, gerechten und edlen Akteure gewinnen über die Unfairen, die Betrüger und Hinterhältigen. Die Werte, die wir Kindern als Gesellschaft und Eltern vermitteln wollen, werden in den Märchen transportiert und können innerlich und aktiv von den Kindern bearbeitet und verarbeitet werden. So entstehen innere Bilder von den Gefühlen und von der Tatkraft,  der Ausdauer und dem Mut der Helden. Aber nicht nur das alles macht die Märchen so wichtig und vermittelt Zuversicht. Das gemütliche Erzählen in kleiner Runde, die emotionale Verbindung von Erzähler und Kindern fördert Bindung, Gemeinschafts - und Geborgenheitsgefühle. Die Stimme und Stimmung fördert die Bindung zwischen Eltern (Bindungsperson) und Kind. Interaktives Erzählen in schöner Atmosphäre lässt die Sprache mit einem positiven Gefühl verbinden und die Worte und Sätze sich leichter einprägen. 

Die alte und reiche, fantasieanregende Sprache der Märchen, machen neugierig und lassen eine eigene innere Erlebniswelt der Kinder wachsen. Der entstehende innere Zauber überträgt sich nach außen und macht die Außenwelt interessant und spannend. Ein Spaziergang im Wald lässt kleine Kinder schnell in die Welt der Feen und Elfen, Prinzessinnen und Ritter versinken und dann ist jeder Sonnenstrahl der durch die Blätter strahlt ein geheimes Zeichen aus der eigenen Fantasiewelt. 

 

Warum sind Märchen nicht grausam? Kinder haben keine Bilder im Kopf, die sie selber nicht erlebt haben. Ein aufgeschnittener Bauch eines Wolfes mag bei Erwachsenen brutale Bilder hervorrufen. Diese Bilder haben Kinder nicht. Nur das was für das Kind innerlich verarbeitbar ist, wird in der Fantasie zugelassen. Schlimm ist es dann, wenn die Kinder fertige Bilder vorgesetzt bekommen. Sei es durch Bilder im TV oder aus nicht kindgerechten Büchern. Dann können auch Märchen Assoziationen wecken und negativ wirken.  

Tipp: 

Die Märchen mit einer neutralen Stimme vorlesen und nicht durch Stimmdramatik den Kindern Angst machen oder eigene Interpretationen umsetzen. Die Kinder dabei genau beobachten und mit ihnen sprechen und  jederzeit Fragen zulassen. Zu empfehlen ist auch, sich ein Märchen zu nehmen und dieses mehrere Tage vorzulesen. Dies lässt die inneren Bilder sich setzen. 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    papaego (Sonntag, 07 Oktober 2012 22:34)

    Richtig! Märchen verschwinden immer mehr aus den Kinderzimmern oder landen dort bestenfalls als überflüssige Hollywood-Verfilmungen, die die Geschichten dann auch noch neu "interpretieren". Lesen und Vorlesen ist so wichtig, und wenn man dann noch die Finger von Ritter-Rost und seinen Kumpanen lässt, hat die Kindheit an Qualität gewonnen!