Laternenzeit

So langsam wird es Zeit die Bastelmaterialien für Laternen heraus zu holen.... Zusätzlich zu einigen Tipps und Ideen (+Linksammlungen) möchte ich aber ein paar Dinge zu den Laternenumzügen sagen.

 

Um meinen Punkt zu erläutern, stellt euch bitte zwei konträre Bilder vor: 

 

1. Die Kinder tragen mit großer Vorsicht und Aufmerksamkeit ihre kleine Laterne vor sich her. Sie sind getragen von dem Gesang der Erwachsenen und schon größeren Kinder um sie herum. Überall flackern kleine Lichter im Dunkeln. Die Kinder schauen stolz auf ihre eigene wunderschönste Laterne und passen genau auf, dass ihr Licht nicht auf dem Boden hängt oder zu sehr schwankt. Der Zug bewegt sich langsam und bedächtig und die Kinder sind sich der Besonderheit ihres Platzes in diesem großen Lichterzug bewußt. Zuhause wird dann im Kreise der aufgestellten Laternen die Geschichte von Sankt Martin erzählt. 

 

2. Die Kinder tragen völlig unaufmerksam ihre Laterne. Meist wird sie hinterher geschleift. Unruhig blinken die automatisch und bateriegetriebenen Lichter. In vielen Fällen sind die Laternen sowieso nicht zu sehen: sie sind eingepackt in hässliche Plastikfolien. Im Grundgenommen sieht man viele leuchtende Plastiktüten. Es gibt kaum Gesang und dieser wird meist sowieso übertönt von karnevalartigen Blaskapellen oder Liedern aus Lautsprecherboxen. Die Kinder fühlen sich weder getragen noch sind sie stolz auf ihr eigenes kleines Lichtchen. Eigentlich weiß keiner so recht warum man hier ist... Sentimentalität? Alle gehen eben hin... Geschichten über Sankt Martin kennt sowieso kaum noch einer.

 

Diese beiden Bilder sind sicherlich etwas überspitzt dargestellt. Aber die Entwicklung driftet immer mehr in die zweite Richtung. Nehmt den Kindern nicht diesen wunderbaren Herbstzauber: das Erlebnis des Lichterzuges mit echtem Gesang und Gemeinsamkeit. Mit Kindern die stolz sind auf ihre kleine Laterne. Die sich schon so tüchtig fühlen, dass sie ganz alleine (oder mit ein wenig Hilfe) ihr Licht tragen können. Und schon so groß sind, eine eigene echte Kerze in ihrer Laterne zu haben. 

Neben dem Erlebnis, gibt es dem Kind Selbstbewußtstein und Selbstwirksamkeitsüberzeugung.

 

Mehr inkl. Bastelideen und Links hier

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Kommentare: 1
  • #1

    Inke Meier (Donnerstag, 01 November 2012 07:18)

    Ich schließe mich dieser Meinung an und glaube, dass die Bilder die wir unseren Kindern mitgeben die Seele des nähren.